Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Unabhängig von der Ursache ist aber der Leidensdruck für viele Betroffene groß.
Da Haarausfall durch Medikamente manchmal nur schwer zu stoppen und meist irreversibel ist, ist eine Eigenhaartransplantation für viele der unter Haarausfall leidenden Menschen der letzte Ausweg. Bei der Haartransplantation wird das noch vorhandene Haar teilweise entnommen und an die kahlen Stellen verpflanzt. Die Entnahme erfolgt meist am Hinterkopf, da dieser Bereich normalerweise am wenigsten vom Haarausfall betroffen ist. Die Menge der entnommenen Haare und die Größe des entnommenen Bereichs kann dabei variieren und hängt unter anderem von der Ausdehnung der kahlen Bereiche ab.
Es kann prinzipiell entweder die Entnahme eines größeren Hautlappens, eines Hautstreifens oder kleiner, punktförmiger Areale erfolgen. Je größer das entnommene Hautstück ist, desto größer sind auch die daraus resultierende Narben. Daher wird die Transplantation eines Hautlappens heutzutage normalerweise nicht mehr durchgeführt, zumal das Ergebnis dabei nicht sehr natürlich wirkt. Die durch die Entnahme des Hautstreifens entstandene Narbe lässt sich meist gut kaschieren.
Bei der punktförmigen Entnahme fallen die Narben natürlich noch weniger auf, dafür dauert die Entnahme aber auch länger und ist normalerweise teurer. Die entnommenen Hautstücke werden in kleine Einheiten von zwei bis drei Haaren zerteilt. Diese werden einzeln in das Gewebe der zu behandelnden Stelle eingepflanzt. Nach Abschluss der Wundheilung ist im Idealfall vom Eingriff nichts mehr zu sehen. Bei einem qualifizierten und erfahrenen Chirurgen ist auch ein natürliches Ergebnis zu erwarten.
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