Wer an Haarausfall leidet muss das nicht einfach so hinnehmen. Es gibt Untersuchungsmethoden, die Aussagen über den Wachstumszustand der Haare machen. Eine dieser Methoden ist die Untersuchung mittels eines Trichogramms.
Dabei wird mit einer gummibeschichteten Metallklemme eine Haarsträhne von 50-100 Haaren, ruckartig ausgezogen. Je nach Lokalität und Art des Haarausfalls wird die Strähne an der jeweilig betroffenen Stelle entnommen. Anschließend wird die Haarsträhne auseinander gefächert und mit den Wurzeln auf einem Objektträger angebracht. Unter dem Mikroskop lassen sich die Wurzeln der Haare beurteilen und in verschiedene Gruppen unterteilen, aus denen der Arzt dann Rückschlüsse auf den Haarausfall ziehen kann.
Dabei gibt es telogene Haare (in der Ruhephase befindlich), anagene Haare (in der Wachstumsphase befindlich), katagene Haare (in der Übergangsphase befindlich) und dystrophische Haare (abgebrochen ohne Wurzeln). Anhand der prozentualen Verhältnisse der einzelnen Haaretypen kann der Arzt beurteilen in welchem Zustand sich die Haare des Patienten befinden und welche Behandlung gegebenenfalls angezeigt ist.
Um ein Trichogramm mit möglichst hoher Aussagekraft durchführen zu können müssen eine Reihe Faktoren berücksichtigt werden. So sollte 6 Wochen vor dem Trichogramm auf das Färben und Tönen der Haare verzichtet werden, da hierdurch die Haare brüchig werden und beim Epilieren der Strähne vermehrt abbrechen. Auch sollten die Haare an den 5 Tagen vor der Durchführung des Trichogramms nicht gewaschen werden. Durch das Waschen würden die telogenen Haare entfernt werden, so dass es ebenfalls zu einer Verfälschung des Ergebnisses kommt.
Nicht jeder Haarausfall jedoch muss behandelt werden. Jeder Mensch verliert im Normalzustand täglich bis zu 100 Haaren. In der Zeit von Sommer zu Winter können es durchaus noch mehr sein, ohne das der Haarausfall bedenklich ist. Auch nach in Schwangerschaft und Stillzeit kann es zu Haarausfall kommen. Dieser ist hormonell bedingt und hört meist von alleine wieder auf, wenn der Hormonhaushalt sich neu eingependelt hat.
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