Zuerst ist es wichtig, bei auftretendem Haarausfall die Ursache herauszubekommen. Meist handelt es sich um verstärkten Haarausfall oder sichtbare Haarlosigkeit.
Um eine genaue Diagnose festzustellen, wird ein Epilationstest durchgeführt. Hier greift man in die Haare des Patienten und zieht ruckartig an ihnen. Dabei kann man feststellen, ob sich die Haare leicht lösen. Eine genauere Auskunft gibt das Trichogramm. Hier werden die Haare epiliert. Man kann sehr hervorragend die Entwicklungsphasen des Haares (Anagen, Katagen, Telogen) einsehen und die Zyklusphasen der Haarwurzelformen erkennen. Ganz anders beim Phototrichogramm. Hier werden die Haare nicht epiliert, sondern rasiert.
Nachdem ein halber Quadratzentimeter entfernt wurde, wird dies fotografiert. Ein Vergleich des Kopfbildes wird nach 2 bis 3 Tagen durch ein weiteres Foto durchgeführt. Die Haare werden noch zusätzlich zur Trichogramm-Methode gezählt. Da dies im abgegrenzten Kopfbereich geschieht, wird eine genaue Haaranzahl definiert. Man errechnet so die Anagen- oder Telogenrate und stellt die Haarwachstumsphase fest. Diese Behandlungsweise ist exakter als das Trichogramm, weil das Ergebnis viel genauer ist.
Allerdings wird diese Methode nicht nur unter einem technisch sehr hohem Aufwand betrieben, sie ist auch sehr kostspielig und zeitlich aufwendig. Die Haare müssen umständlich manuell ausgezählt werden, da dies noch kein Computerbild schafft. Daher wird das Phototrichogramm hauptsächlich in Studien durchgeführt.
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